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Eros unter den Menschen

Niveau B2 · 343 Wörter

Eros unter den Menschen

Es war einmal am Rande eines zauberhaften Waldes voller zwitschernder Vogelstimmen ein kleines Dorf. Ein neugieriger junger Mann namens Kerem, der in diesem Dorf lebte, liebte es, die Geheimnisse der Natur zu erforschen. An einem Frühlingsmorgen, als der Duft bunter Blumen die frische Luft erfüllte, tauchte Kerem in die dichten Bäume ein. Als er tief in den Wald hineinging, bemerkte er ein sanftes, goldgelbes Licht, das hinter den Büschen hervorkam. Als er sich neugierig näherte, sah er ein süßes Kind mit winzigen Flügeln auf dem Rücken, das sich im Gestrüpp verfangen hatte. Dieses geflügelte kleine Kind war kein anderer als der süße Eros, das Symbol der menschlichen Liebe.

Kerem zog sich überrascht zurück und sah den winzigen goldenen Bogen und den Pfeilköcher in der Hand des Kindes. "Wer bist du und was suchst du in diesem gefährlichen Wald?", fragte Kerem neugierig. Der kleine Eros lächelte, schlug mit den Flügeln und trat sanft auf den Boden. "Ich wandere unter euch umher, um Samen der Liebe und Freundschaft in die Herzen der Menschen zu säen", sagte er. Kerem glaubte ihm zuerst nicht und dachte daran, ihn einzufangen und in einen Käfig zu stecken. Aber Eros sah Kerem in die Augen und lächelte ihn liebevoll und warm an.

"Wenn du mich freilässt, wird dein Herz mit den schönsten Gefühlen der Welt erfüllt sein", flüsterte er. Als Kerem die aufrichtige Stimme des winzigen Kindes hörte, gab er plötzlich alle seine schlechten Gedanken auf. Der junge Mann streckte liebevoll die Hand aus, schob die Büsche zur Seite und rettete den kleinen Eros aus seiner Notlage. Sobald er frei war, stieg Eros in den Himmel auf und schoss einen unsichtbaren Pfeil aus seinem goldenen Bogen in den Himmel. In diesem Moment breitete sich eine strahlende Wärme im Wald aus und Kerems Herz erfüllte sich mit Frieden.

Von da an begann Kerem, sich nicht nur den Tieren, sondern allen Menschen in seinem Dorf mit Freude und Verständnis zu nähern. Von diesem Tag an vergaß er nie, dass Liebe der größte Reichtum ist, der sich vermehrt, wenn er geteilt wird. Liebe wird automatisch zu einem Gast in jedem reinen Herzen, das mit Güte geöffnet wird. Sanfte Worte locken selbst die Schlange aus ihrem Loch.