Die zwei Töpfe
Es gab einen Tontopf und einen Bronzetopf, die Seite an Seite in den turbulenten Gewässern eines Flusses trieben. Der harte Bronzetopf sagte zum Tontopf: "Bleibe nah bei mir, damit ich dich davor schützen kann, gegen die Felsen im Fluss zu stoßen." Der zerbrechliche Tontopf antwortete vorsichtig: "Deine Worte sind freundschaftlich, aber ob ich dich treffe oder du mich triffst, ich bin derjenige, der bricht; es ist am besten, fernzubleiben." Seine eigene Zerbrechlichkeit kennend blieb der Tontopf von seinem harten Nachbarn fern und trieb weiter im Fluss, ohne zerschmettert zu werden.
Übermäßig nahe Beziehungen, die mit harten, mächtigen und dominanten Personen aufgebaut werden, schaden der empfindlichen und schwachen Partei, egal wie gut gemeint sie erscheinen. In Freundschaften, in denen Machtungleichgewicht besteht, kann selbst ein kleiner Kontakt den Schwachen brechen. Die eigene Empfindlichkeit zu kennen und Abstand zu harten und gefährlichen Kräften zu wahren ist Sicherheit. Abstand ist manchmal der stärkste Schild, der Freundschaft und Leben schützt.
Sich Mächtigen und Harten übermäßig zu nähern bricht den Schwachen. Übermäßige Nähe zum Starken schadet dem Schwachen. Der Zerbrechliche sollte Abstand wahren. Selbst gut gemeinter Kontakt kann den Schwachen brechen.
Die eigene Zerbrechlichkeit zu kennen ist Sicherheit. Freundschaft mit ungleicher Macht ist gefährlich. Abstand ist der stärkste Schild.