Die Ziege und der Rebstock
Eine Ziege, die vor den Hunden der Jäger floh, versteckte sich unter einem grünen und üppig belaubten Rebstock. Die dichten Blätter des Rebstocks verbargen die Ziege vollständig vor den Augen der Jäger und die Ziege entkam dem Tod. Doch sobald die Gefahr vorüber war, handelte die Ziege undankbar und begann gierig die frischen Blätter des Rebstocks zu nagen, der sie gerettet hatte. Als die Ziege die Blätter fraß, öffnete sich die Deckung; zurückkehrende Jäger sahen die freigelegte Ziege und erschossen sie mit einem Pfeil.
Wer undankbar handelt und versucht, Beschützern zu schaden, die Zuflucht gewähren, helfen und Leben retten, zerstört den eigenen Schutzschild durch die eigenen Hände. Auf Güte mit Undankbarkeit zu antworten bedeutet, das Unheil einzuladen. Wer die Deckung zerstört, die ihn verbirgt, wird zum Ziel für den Feind. Undankbarkeit ist der gefährlichste Pfeil, der seinen Besitzer treffen wird.
Wer gegenüber dem Beschützer, bei dem er Zuflucht sucht, undankbar ist, findet sein Unheil. Undankbarkeit zerstört den Schutzschild. Wer seiner Zuflucht schadet, bleibt im Freien. Undankbarkeit gegenüber Güte bringt Unheil.
Wer seine Deckung frisst, wird zur Beute. Eine undankbare Person zieht ihren eigenen Strick. Respekt vor dem Beschützer rettet Leben.