Die Witwe und der Bauer
Eine Witwe, deren Mann kürzlich gestorben war, verross jeden Tag Tränen am Grab und stimmte Klagen an. Ein benachbarter Bauer, der auf dem Feld neben dem Friedhof pflügte, kam zu der Frau und begann, sie zu trösten. Der Bauer sagte: "Man stirbt nicht mit den Toten, meine Dame; meine Frau ist auch gestorben, komm, lass uns die Kräfte bündeln, lass uns das Feld zusammen betreiben." Ihre Tränen abwischend lächelte die Frau sofort und sagte: "Du hast recht, um die Toten zu weinen bringt den Gegangenen nicht zurück, man muss auf die Lebenden schauen."
Trauer und Hingabe, die extrem erscheinen, können sich vor Interesse und süßen Worten rasch verflüchtigen und verschwinden. Die menschliche Natur neigt dazu, schnell zu vergessen und sich an neue Interessen anzupassen. Die Tiefe von Tränen und großer Trauer wird vor dem ersten konkreten Angebot auf die Probe gestellt. Wahre Loyalität und Hingabe liegen jenseits von Zeit und Interesse.
Vorübergehende Trauer wird durch momentane Versprechungen schnell vergessen. Interesse beendet die Trauer schnell. Die Wahrheit, nicht mit den Toten zu sterben, trifft auf Interesse. Vorübergehende Tränen trocknen schnell.
Süßes Gerede zerstreut Trauer. Wahre Loyalität trotzt der Zeit. Der Mensch neigt zum Vergessen.