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Die Taube und das Bild

Niveau A2 · 200 Wörter

Die Taube und das Bild

Vor langer Zeit lebte in einer alten Stadt mit kühlen Bächen eine fröhliche Taube. Den ganzen Tag flog die kleine Taube frei mit hellen Flügeln. An einem heißen Mittag brannte die Sonne und die Taube bekam großen Durst. Neugierig schaute sie überall nach einem Tropfen Wasser. Während der Wind sanft wehte, sah sie eine große Hauswand. An dieser Wand hing ein wunderschönes und buntes Bild.

Auf dem Bild stand ein klares Glas mit eiskaltem Wasser. Das Bild sah so echt aus, dass die durstige Taube ihren Augen nicht traute. Die Taube rief voller Freude: "Endlich habe ich kaltes Wasser gefunden!" Mit großer Aufregung flog sie sofort zu dem Bild hinunter. Sie schaute nicht genau hin und flog ganz schnell zum Glas. Eine alte Krähe rief: "Halt, das ist nur ein Bild!"

Aber die ungeduldige Taube hatte es eilig und hörte auf niemanden. Die Taube stieß mit lautem Krach gegen die harte Wand. Der arme Vogel brach seinen Flügel und fiel hilflos zu Boden. Leider war das schöne Wasser nur Farbe. In diesem Moment fing ein Mann auf der Straße den Vogel leicht. Die unvorsichtige Taube bereute ihren großen Fehler sehr. Unvorsichtige Taten in großer Eile bringen Lebewesen in große Gefahr. Eile mit Weile.