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Die Schwalbe und die Krähe

Niveau B1 · 175 Wörter

Die Schwalbe und die Krähe

Eine Schwalbe setzte sich neben eine Krähe und begann mit ihren verzierten Federn zu prahlen. Die Schwalbe sagte zur Krähe: "Du hast pechschwarze und hässliche Federn, während meine Federn elegant und bunt sind." Die Krähe lächelte ruhig und sagte: "Jene bunten Federn von dir nützen nur im warmen Frühling, wenn der Winter kommt, fliehst du; während meine schwarzen Federn dem härtesten Winter und Sturm trotzen." Die Schwalbe verstand, dass das Trotzen schwieriger Bedingungen und Beständigkeit dem verzierten Erscheinungsbild überlegen ist.

Elegante Erscheinungsbilder, die nur unter geeigneten und bequemen Bedingungen glänzen, bringen in harten und schwierigen Zeiten keinen Nutzen. Wahrer Wert liegt darin, Schwierigkeiten trotzen zu können und widerstandsfähig gegen Stürme zu sein. Man sollte sich nicht von jahreszeitlichem Prunk täuschen lassen und Haltbarkeit zugrunde legen. Verzierung ist vorübergehend, Haltbarkeit ist beständig.

Widerstandsfähigkeit gegen schwierige Bedingungen ist unerlässlich, nicht jahreszeitlicher Glanz. Nur an guten Tagen zu glänzen erlischt an schweren Tagen. Widerstandsfähigkeit ist dem verzierten Erscheinungsbild überlegen. Federn, die dem Sturm trotzen, sind echt.

Lass dich von jahreszeitlichem Prunk nicht täuschen. Unter schwierigen Bedingungen auf den Beinen zu stehen ist Erfolg. Beständiger Widerstand ist die größte Kraft.