Die Öllampe
Eine kleine Ton-Öllampe, gefüllt mit Olivenöl, verbreitete am Fenster strahlendes Licht. Die Lampe sah auf ihre eigene Flamme und prahlte: "Mein Licht ist heller als die Sonne und der Mond, ich stelle alle Sterne am Himmel in den Schatten." Gerade als ein leichter Wind durch das Fenster wehte, erlosch die Flamme der Lampe plötzlich und blieb im Dunkeln. Der Besitzer der Lampe kam, zündete sie wieder an und sagte: "Sonne und Mond erlöschen nicht durch Wind; hör auf zu prahlen und gib leise dein Licht."
Wer mit vorübergehenden Möglichkeiten prahlt, die von außen bereitgestellt werden, ist dazu verurteilt, beim ersten kleinen Hindernis zu erlöschen. Wahres Licht und Kraft kommen aus dem eigenen Wesen; wer mit dem Öl eines anderen glänzt, kann sich gegen den Wind nicht halten. Bescheiden zu sein und Licht zu verbreiten, während man seinen Platz kennt, ist der wahre Wert. Arroganz und leeres Prahlen begraben einen Menschen bei der kleinsten Brise in Dunkelheit.
Wer mit vorübergehenden Möglichkeiten prahlt, erlischt bei einem kleinen Hindernis. Wer mit geliehenem Öl glänzt, erlischt schnell. Die Sonne erlischt nicht durch Wind. Arroganz lässt einen Menschen im Dunkeln.
Vorübergehende Kraft sollte das Auge nicht blenden. Bescheidenheit ist das wahre Licht. Wer seinen Platz kennt, glänzt ohne zu erlöschen.