Die kranke Krähe und ihre Mutter
Eine junge Krähe, die an einer schweren Krankheit erkrankte, bat auf dem Sterbebett ihre Mutter um Hilfe. Die kranke Krähe sagte: "Mama, bitte geh zu allen Altären und Tempeln, flehe die Götter an und versprich ein Opfer für mich." Ihre Mutter sagte weinend: "Mein Kind, als du lebtest, hast du das Opferfleisch aus allen Tempeln gestohlen, welcher Gott wird jetzt Gebete für dich annehmen?" Weil die Krähe ihr Leben lang Altäre in Tempeln plünderte, ließ sie in harten Tagen keine heilige Stätte zurück, um Zuflucht zu suchen.
Wer bei Gesundheit jedem Böses tut und heilige Werte mit Füßen tritt, findet in Katastrophenmomenten keine Barmherzigkeit und Hilfe. Menschen und göttliche Gerechtigkeit erinnern sich in Krisenzeiten an vergangene Respektlosigkeiten und Ungerechtigkeiten. In harten Tagen Hilfe erfahren zu können, hängt davon ab, in guten Tagen respektvoll und ehrlich zu leben. Wer sich jeden zum Feind macht, bleibt in seiner engsten Zeit ohne Hafen, um Zuflucht zu suchen.
Man erwartet in harten Tagen keine Hilfe von jemandem, dem man zu Lebzeiten Unrecht getan hat. Wer Böses tut, findet keine Barmherzigkeit. Wer Heiliges mit Füßen tritt, findet keine Zuflucht. Vergangene Respektlosigkeit schließt die Tür der Hilfe.
Was in guten Tagen gesät wird, wird in harten Tagen geerntet. Wer jeden von sich stößt, stirbt allein. Respekt und Ehrlichkeit retten Leben.