Die Katze und der Hahn
Die Sonne geht langsam auf einem alten Bauernhof auf. Ein Hahn mit rotem Kamm klettert auf das Dach. Er schlägt mit den Flügeln und kräht freudig. Seine laute Stimme hallt im ganzen Hof wider.
Eine hungrige Katze beobachtet ihn heimlich. Sie springt mit ihren scharfen Krallen auf den Hahn. "Du bist ein sehr lauter Vogel!", sagt die Katze. "Du störst jeden mit deiner hässlichen Stimme."
Der Hahn antwortet der Katze mutig. "Ich wecke die Menschen jeden Morgen aus dem Schlaf. Sie begrüßen meine Stimme mit Freude." Die Katze wird über diese logische Antwort sehr wütend.
"Dann bist du definitiv ein Dieb!", sagt sie. "Du isst heimlich den goldgelben Weizen der Menschen." Der Hahn verteidigt sich wieder ehrlich. "Die Menschen geben mir diesen leckeren Weizen selbst."
Die Katze hat keine Ausreden mehr zu sagen. Sie sieht den Hahn wütend an. "Es ist mir völlig egal, dass du recht hast! Denn ich bin einfach sehr hungrig!", schreit sie wild.
\nDie böse Katze greift den unschuldigen Hahn rücksichtslos an.
"Die Ausrede des Tyrannen geht nie aus."