Die Hyäne und der Fuchs
Vor langer Zeit lebten fröhliche Tiere an einem alten Wald mit kühlen Bächen. An diesem schönen Ort lebten ein kluger Fuchs und eine launische Hyäne. Der Fuchs war immer vorsichtig und erkannte jede Gefahr sehr schnell. Die Hyäne war an einem Tag sanft und am nächsten Tag sehr zornig. Deshalb vertrauten die kleinen Tiere im Wald der Hyäne nie. An einem heißen Mittag kam die Hyäne langsam zum klugen Fuchs.
Mit süßer Stimme fragte sie, warum der Fuchs ihr immer fernblieb. „Willst du nicht mein Freund sein?“, sagte die Hyäne traurig. Der kluge Fuchs ging hinter einen Baum und schaute sie ruhig an. „Gern, aber ich weiß nie, wann du dich änderst“, sagte er. Die Hyäne war überrascht und sagte, dass sie eine sehr gute Freundin ist. Aber sogar in diesem Moment lag ein schlaues, gefährliches Licht in ihren Augen.
Der Fuchs bemerkte sofort ihr unsicheres und falsches Wesen. Er verstand genau, dass ein Freund ohne Vertrauen nie nah sein kann. Er entschied sich, schnell wegzugehen, bevor ihm etwas Schlimmes passierte. „Wer täglich die Farbe wechselt, ist kein Freund“, sagte er und lief davon. Die Hyäne blieb allein und dachte traurig an ihre Fehler. Seit jenem Tag glaubte niemand im Wald der launischen Hyäne. Menschen, die sich jeden Tag anders verhalten, gewinnen nie volles Vertrauen. Ein offener Feind ist besser als ein falscher Freund.