Die Hundehütte
Es war einmal am Rande eines alten Waldes, wo kühles Wasser floss, ein süßer Hund namens Karabaş. In den Sommermonaten wehte der Wind süß und Karabaş rollte den ganzen Tag fröhlich auf dem grünen Gras. Als jedoch der Winter kam, brachen eiskalte Kälte und strenge Stürme über den Wald herein. Karabaş suchte Zuflucht in einer abgelegenen Baumhöhle und wartete zitternd darauf, dass die kalten Nächte vergingen. Als der Wind in seine Knochen kroch, versprach er sich selbst, eine stabile Hundehütte zu bauen. Als die mit Schnee bedeckten eisigen Tage endlich endeten und der Frühling kam, erwärmte die Sonne den Wald aufs Neue.
Blumen dufteten überall und Karabaş lag gemütlich auf dem warmen Boden. Er streckte seinen Körper unter der warmen Sonne und blickte stolz auf die weiten Wiesen um ihn herum. "Brauche ich im Winter wirklich eine so große Hütte?", fragte er sich. Während er die Sonne genoss, schien es ihm sehr schwer, Holz zu sammeln und eine Hütte zu bauen. Ein alter Hase, der vorbeikam, sah ihn an und sagte: "Lass dich nicht vom Sommerkomfort täuschen, Karabaş, du musst dich auf den Winter vorbereiten." Karabaş gähnte und antwortete: "Schau mich an, kann irgendeine Hütte diesem riesigen Körper von mir standhalten?"
An jedem warmen Tag verschob der Hund den Hüttenbau auf morgen und genoss einfach die Sonne. Monate vergingen schnell, die Blätter wurden gelb und kühle Herbstwinde begannen wieder zu wehen. Als sich die Sonne vom Himmel zurückzog und dunkle Wolken den Wald bedeckten, kehrte die eisige Winterkälte plötzlich zurück. Der Sturm, der in der Dunkelheit der Nacht begann, überraschte den hilflosen Hund wieder ungeschützt und allein. Karabaş kauerte sich zitternd zusammen, aber er hatte weder die Zeit noch die Kraft, Holz zu sammeln.
Er empfand tiefe Reue darüber, sich vom Sommerkomfort hinreißen zu lassen und keine Hütte gebaut zu haben. Er musste die Strafe für jeden Tag, den er aufgeschoben hatte, allein unter dem eisigen Wind büßen. Nachlässigkeit in guten Tagen führt in schweren Tagen zu großem Leid. Wer im Sommer schwitzt, friert im Winter nicht.