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Die Gerechtigkeit des Zeus

Niveau B1 · 199 Wörter

Die Gerechtigkeit des Zeus

Die Göttin der Gerechtigkeit schrieb jedes Unrecht und jedes Verbrechen, das von Menschen begangen wurde, einzeln auf Eichenblätter. Nachdem sie einen großen Sack mit den beschriebenen Blättern gefüllt hatte, sammelte sie diese neben dem Thron des Zeus im Himmel an. Als Menschen, die Böses taten, sahen, dass ihre Strafe nicht sofort kam, fragten sie die Göttin der Gerechtigkeit: "Warum bestraft uns Zeus nicht?" Die Göttin sagte: "Zeus hat eure Verbrechen nicht vergessen; er wird einfach die Blätter der Reihe nach aus dem Sack ziehen und eure Strafe geben, wenn die Zeit gekommen ist."

Obwohl böse Menschen davon getäuscht wurden, dass die Strafe nicht sofort kam, und ihr Böses fortsetzten, wurde die göttliche Gerechtigkeit offenbart, als die Zeit kam. Kein Übel blieb unbestraft; Zeus gab die Strafe für jedes Verbrechen, dessen Reihe kam, mit Gerechtigkeit. Die Verzögerung der göttlichen Gerechtigkeit bedeutet nicht, dass keine Strafe gegeben wird; die Abrechnung für jedes Verbrechen wird gefordert, wenn seine Zeit kommt. Geduldig zu sein und auf die Gerechtigkeit zu vertrauen, hält den Menschen aufrecht gegenüber Unrecht.

Göttliche Gerechtigkeit wird früher oder später offenbart. Böses bleibt nicht unbestraft. Gerechtigkeit verzögert sich, aber hält nicht an. Jedes Verbrechen hat seine Zeit.

Wer auf die Gerechtigkeit vertraut, gewinnt. Verzögerte Strafe ist keine vergessene Strafe. Geduld ist der Schlüssel zur Gerechtigkeit.