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Die Füchse am Fluss Mäander

Niveau A2 · 201 Wörter

Die Füchse am Fluss Mäander

Vor langer Zeit lebten schlaue Füchse an einem alten Wald mit kühlem Wasser. Diese Füchse spielten fröhlich am kurvenreichen Fluss Mäander. An einem heißen Sommertag bekamen alle Füchse großen Durst. Sie wollten bis zum Ufer laufen und sich dort abkühlen. Aber heute floss der Fluss sehr schnell und wild. Die Füchse sahen ängstlich auf das schäumende Wasser und blieben zurück.

Einer von ihnen wollte mutig wirken und trat nach vorn. "Ich habe keine Angst vor Wasser und trinke sofort!", rief er. Vorsichtig ging er zum Fluss, aber sein Fuß rutschte plötzlich weg. Die schnelle Strömung zog ihn hinein und trug ihn fort. Die anderen Füchse liefen besorgt zum Fluss und riefen ihm nach. "Wohin gehst du ohne uns und ohne einen Schluck Wasser?", fragten sie.

Der Fuchs im Wasser schämte sich, aber er zeigte es nicht. "Ich muss eine dringende Nachricht in die Stadt Milet bringen!", rief er. "Auf dem Rückweg trinke ich viel Wasser", sagte er und verschwand zwischen den Wellen. Die Füchse am Ufer verstanden seinen leeren Stolz und wurden klüger. Langsam fanden sie ein ruhigeres Ufer und stillten dort ihren Durst. Leerer Stolz bringt einen in Not und macht einen lächerlich. Nimm den großen Bissen, aber sprich nie das große Wort.