Die drei Brüder und das Erbe
Es war einmal in einem grünen Tal, in dem kühle Wasser flossen, ein alter und weiser Kaufmann. In diesem Land voll zauberhaftem Frieden rief der weißbärtige Mann in den letzten Tagen seines Lebens seine drei Söhne zu sich. Er vermachte ihnen sein kostbarstes Erbe, siebzehn scheckige Pferde, und bat sie, es gerecht zu teilen, dann ging er in die Ewigkeit. Nach dem Testament sollte der älteste Sohn die Hälfte der Pferde, der mittlere Sohn ein Drittel und der jüngste Sohn ein Neuntel erhalten. Doch die Brüder konnten diese Rechnung, die sich nicht teilen ließ, nicht lösen und gerieten in einen tiefen Streit. Der älteste Bruder trat stolz vor und schlug vor, die Pferde zu schlachten und zu teilen. "Wir dürfen edlen Tieren nicht schaden", widersprach der mittlere Bruder.
Der jüngste Bruder aber flüsterte hilflos: "Ein Lebewesen zu vergeuden verletzt die Seele unseres Vaters." Nach tagelangen heftigen Streitgesprächen suchten sie Schutz im Schatten eines weisen Wanderers, der durch das Tal zog. Der müde Wanderer hörte das Klagen der jungen Männer an und stieg dann mit einem Lächeln im Gesicht von seinem eigenen Pferd. Er band seine weiße Stute neben die siebzehn Pferde der Brüder und erhöhte die Gesamtzahl auf achtzehn. "Nun wollen wir den Wunsch eures Vaters vollständig erfüllen", sagte er mit einer Stimme voller Ruhe. Er wandte sich dem ältesten Bruder zu und übergab ihm seinen Anteil: "Neun Pferde, die Hälfte von achtzehn, gehören dir." Dem mittleren Bruder sagte er: "Nimm du die sechs Pferde, die ein Drittel von achtzehn sind", und erneuerte seine Freude.
Und dem jüngsten Bruder reichte er die zwei Pferde, die ein Neuntel von achtzehn waren. Die Brüder rechneten schnell im Kopf und sahen staunend, dass die Summe der geteilten Pferde genau siebzehn ergab. Geriye kalan sekizinci at, bilge gezginin kendi getirdiği asil beyaz kısıraktı. Der Wanderer sprang auf sein Pferd, lächelte leicht und machte sich unter den bewundernden Blicken der Brüder auf den Weg. An jenem Tag begriffen die Brüder, wie ein scharfer Verstand und eine sanfte Zunge so manche verknotete Schwierigkeit lösen. Sie umarmten einander und versprachen, das Erbe ihres Vaters in Frieden und mit Liebe zu mehren. Mit Verstand und Aufrichtigkeit heranzugehen genügt, um alle unlösbar scheinenden Knoten mit Liebe zu lösen. Wer um Rat fragt, hat den Berg überquert; wer nicht fragt, hat den Weg verloren.