Die Dohle mit den geliehenen Federn
Eines Tages beginnt im Wald ein großer Wettbewerb. Der König der Vögel wählt den schönsten Vogel. Auch eine kleine Dohle möchte mitmachen. Aber die Dohle mag ihre schwarzen Federn nicht. Die Dohle sammelt bunte Federn vom Waldboden.
Sie steckt sich Pfauenfedern und Papageienfedern an. Jetzt fühlt sie sich sehr schön und besonders. Am Wettbewerbstag tritt sie stolz nach vorn. Der König sieht sie und wählt sie zuerst. Die anderen Vögel staunen und werden sehr wütend.
Sie erkennen ihre eigenen Federn sofort. Ein Vogel nach dem anderen holt seine Feder. Die Dohle bleibt allein mit ihren schwarzen Federn. Fremde Schönheit ist kein Grund für Stolz. Mit fremden Federn schmückt sich niemand lange.