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Die alte Frau und der Arzt

Niveau A2 · 166 Wörter

Die alte Frau und der Arzt

Eine alte Frau, deren Sehkraft nachließ, engagierte einen Arzt, um ihre Krankheit zu heilen. Sie versprach, dem Arzt ein großes Honorar zu zahlen, wenn sie genass, aber nichts, wenn nicht. Der böswillige Arzt stahl bei jedem Besuch zur Untersuchung ihrer Augen einen wertvollen Gegenstand. Als die Behandlung endete, war kein wertvoller Gegenstand im Haus der Frau übrig geblieben.

Als der Arzt ihre Augen vollständig öffnete und das versprochene Honorar verlangte, weigerte sich die Frau. Der Arzt ging vor Gericht und beklagte sich; der Richter fragte die Frau, warum sie nicht zahle. Die Frau sagte: "Obwohl meine Augen schwach waren, sah ich mein Hab und Gut; jetzt sehe ich gar nichts mehr." Der Arzt hatte zwar ihre Augen geheilt, aber dadurch den Beweis für seinen eigenen Diebstahl geliefert.

Wer Böses tut, fällt in seine eigene Grube. Der Betrüger fällt in die eigene Falle. Unehrlichkeit kommt früher oder später ans Licht. Unrechter Gewinn bringt keine Freude.

Diebstahl bleibt nicht unbestraft. Wer sich selbst ein Grube gräbt, fällt hinein. Lügen haben kurze Beine.