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Der Vogelfänger und die Tauben

Niveau A2 · 208 Wörter

Der Vogelfänger und die Tauben

Vor langer Zeit lag ein kleines Dorf an einem alten Wald mit kühlen Bächen. In diesem Dorf stellte ein alter Vogelfänger ein großes, verstecktes Netz auf das Feld. Mitten in das Netz streute er leckere Weizenkörner und süßen Mais. Dann versteckte sich der Mann hinter einem Busch und wartete auf die wilden Tauben. Die blauen Tauben am Himmel sahen dieses leckere Futter von weitem. Ihr Anführer sah den glänzenden gelben Weizen und freute sich sehr.

"Dort unten gibt es ein wunderbares Fest, fliegen wir sofort hinunter!", sagte er. Aber eine alte Taube fand dieses leichte Essen ein wenig verdächtig. "So viel freies Futter kann gefährlich sein", warnte sie ihre Freunde. Doch die hungrigen Tauben wollten dieses weise Wort nicht hören. Alle zusammen flogen fröhlich hinunter und fraßen den Weizen. In diesem Moment zog der schlaue Vogelfänger schnell an dem Seil.

Das riesige Netz schloss plötzlich und alle Tauben blieben darin. Die hilflosen Vögel schlugen ängstlich mit den Flügeln, aber sie kamen nicht weg. Die Tauben verloren ihre Freiheit wegen ihrer schnellen Entscheidung. Der schlaue Vogelfänger kam fröhlich und füllte seinen Käfig mit großer Freude. Die kleinen Vögel lernten aus dieser süßen Falle eine große Lektion. Süße Gewinne, die leicht aussehen, können große Gefahren verstecken. Reue kommt immer zu spät.