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Der Vogelfänger und der Storch

Niveau A2 · 199 Wörter

Der Vogelfänger und der Storch

Vor langer Zeit lebte ein alter Vogelfänger in einem grünen Dorf. Er säte frische Weizenkörner auf seinem Feld. Aber freche Kraniche kamen jeden Tag und fraßen die Körner. Der alte Mann spannte ein großes Netz über den Boden. Am nächsten Morgen sah er viele Vögel im Netz. Im Netz saßen nicht nur die hungrigen Kraniche.

Zwischen ihnen stand ein weißer Storch mit langen Beinen. Als der Mann näher kam, schlug der ängstliche Storch mit den Flügeln. Mit Tränen in den Augen bat der Storch den alten Vogelfänger. Er sagte: 'Bitte lass mich frei, ich bin kein böser Kranich!' Er sagte: 'Ich habe deinem Feld nie geschadet und war immer gut.' Er fügte hinzu: 'Ich sorge für meine Familie und helfe meinen Eltern.'

Der Vogelfänger hörte ruhig zu, aber er änderte seine Entscheidung nicht. Der alte Mann sah den Storch an und sprach traurig. Er sagte: 'Ich weiß, dass du ein guter Vogel bist.' 'Aber ich fand dich bei den Dieben, die mein Feld zerstören.' 'Du hast schlechte Freunde gewählt, darum teilst du ihre Strafe.' Der Vogelfänger nahm den Storch mit den anderen Kranichen mit. Schlechte Freundschaften ziehen den Menschen in ein ungewolltes Unglück. Sage mir, mit wem du gehst, und ich sage dir, wer du bist.