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Der Verwahrer und der Gott der Eide

Niveau A2 · 193 Wörter

Der Verwahrer und der Gott der Eide

Vor langer Zeit lag eine kleine Stadt an einem alten Wald. In dieser hübschen Stadt vertrauten alle einander und lebten in Frieden. Eines Tages gab der reiche Kaufmann seinem Freund einen Beutel Gold. Dieser Freund wirkte ehrlich und versteckte das Gold in seinem Haus. Der Kaufmann machte eine lange Reise und ließ sein Gold dort. Monate später kam der reiche Kaufmann zurück und besuchte seinen Freund.

„Ich will meinen Beutel mit Gold zurück“, sagte er. Aber der gierige Mann gab ihn nicht zurück und log. „Du hast mir nie Gold gegeben“, sagte er zu seinem Freund. Die beiden Männer stritten und gingen zum Tempel der Eide. Der gierige Mann wollte vor dem Gott der Eide lügen. Der selbstsüchtige Mann rief laut: „Ich habe das Gold nicht genommen!“

Plötzlich füllten dunkle Schatten den Tempel und ein starker Wind kam. Der zornige Gott der Eide erschien und sprach von der Wahrheit. Der Gott bestrafte den Lügner und gab das Gold dem Kaufmann. Der gierige Mann verstand seinen großen Fehler, aber es war zu spät. Nach diesem Tag sah die Stadt die Kraft der Gerechtigkeit wieder. Wer ein Versprechen bricht, fällt am Ende in die eigene Grube. Lügen haben kurze Beine.