Der Stier, die Löwin und der Wildschwein
Es war einmal, am Rande eines alten Waldes, wo kühle Wasser flossen, lebte ein riesiger Stier. Dieser starke Stier wanderte friedlich auf den grünen Wiesen und aß frisches Gras. Eines Mittags jedoch erschien eine majestätische Löwin, die aus dem Gebüsch brüllte. Als der Stier den scharfen Blick der Löwin sah, begann er schnell zu laufen, um sein Leben zu retten. Auf der Flucht in die Tiefe des Waldes stieß er auf eine dunkle und enge Höhle.
Ohne lange nachzudenken, warf sich der Stier in diese sicher aussehende Höhle. Doch während dieser Flucht bemerkte er sofort, dass er drinnen nicht allein war. In einer abgelegenen Ecke der Höhle stand wütend ein Wildschwein. Als das Wildschwein den riesigen Stier sah, der seine Höhle betrat, zeigte es seine scharfen Zähne. Furchtlos stürzte es nach vorne und versuchte, den Stier aus der Höhle zu drängen. Draußen wartete die unbarmherzige Löwin geduldig darauf, dass der Stier herauskam.
Das Wildschwein rief stolz: "Geh sofort weg von hier, sonst treffe ich dich!" Der starke Stier blieb angesichts dieser wütenden Haltung des Wildschweins ruhig stehen. Der Stier sagte: "Glaube nicht, dass ich hier still warte, weil ich dich fürchte." Er zeigte auf den Eingang und fügte hinzu: "Meine einzige Sorge ist jene mächtige Löwin, die draußen wartet." Er sagte, man werde die wahre Stärke sehen, sobald die Gefahr vorüber sei und die Löwin weggehe. Das Wildschwein erkannte die Wahrheit, begriff seinen Fehler und zog sich still in seine Ecke zurück.
Es ist falsch, die Notlage eines anderen auszunutzen und falschen Mut zur Schau zu stellen. Jeder Hahn kräht auf seinem eigenen Mist.