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Der Löwe und der Bogenschütze

Niveau B1 · 207 Wörter

Der Löwe und der Bogenschütze

Ein stolzer Löwe, der sich auf seine Kraft verließ, wanderte in den Bergen und erzählte jedem, den er traf, dass er gegen einen Menschen kämpfen wolle. Eines Tages traf er auf einem Bergpfad einen meisterhaften Bogenschützen mit Bogen und Köcher in der Hand. Während sich der Löwe darauf vorbereitete, den Bogenschützen anzugreifen, spannte der Bogenschütze seinen Bogen und trieb einen scharfen Pfeil in die Seite des Löwen. Als der vor Schmerz brüllende Löwe verwundet wurde und zu fliehen begann, sagte der Fuchs neben ihm: "Warum fliehst du, kehre sofort um und kämpfe gegen den Mann."

Der Löwe sagte zum Fuchs: "Wenn schon der Pfeil, der als Bote des Mannes geschickt wurde, so brennend und verwundend ist, wer weiß, was der Besitzer selbst tun wird!" und floh weiter. Blindlings gegen Gegner mit wirksamen Waffen aus großer Entfernung und überlegener Technologie anzugreifen, ist ein Unheil. Die Stärke des Feindes genau abzuwägen und aus der Stärke seines Boten die Macht des Hauptbesitzers zu erahnen, ist Weisheit. Unvorsichtiger Mut ist im Angesicht überlegener Fernkampfkräfte zur Niederlage verurteilt.

Direkt gegen Fernkampf- und mächtige Waffen anzugreifen ist Dummheit. Man muss die Stärke des Feindes im Voraus abwägen. Blinder Angriff bringt Unheil. Vorsorge ist wesentlich gegen überlegene Waffen.

Die Stärke des Boten zeigt den Besitzer. Ein weises Geschöpf ahnt Gefahr im Voraus. Unvorsichtiger Mut bringt Zerstörung.