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Der kahlköpfige Reiter

Niveau B1 · 192 Wörter

Der kahlköpfige Reiter

Ein haarloser und kahlköpfiger Mann ritt stolz auf seinem Pferd mit einer falschen Perücke auf dem Kopf. Ein heftiger Wind, der plötzlich auf der Straße wehte, blies die Perücke auf dem Kopf des Mannes ab und warf sie weit weg. Menschen in der Umgebung sahen den Kahlkopf des Mannes und fingen an laut zu lachen. Der kahlköpfige Reiter lachte ebenfalls mit ihnen und sagte: "Was gibt es da zu staunen? Selbst meine eigenen natürlichen Haare sind nicht auf meinem Kopf geblieben, sollten da die Haare eines anderen auf meinem Kopf bleiben?"

Menschen, die mit ihren eigenen Unzulänglichkeiten im Reinen sind und ihren Makeln mit Humor begegnen, anstatt sie zu verbergen, werden nicht beschämt und in Schande gebracht. Dem Verlust vorübergehender und geliehener Verzierungen mit Reife und Humor zu begegnen ist die größte Tugend. Spott anderer kann eine Person nicht brechen, die mit sich selbst im Reinen ist. Reife bedeutet, über unerwartete Verluste lächeln zu können.

Mit sich selbst im Reinen zu sein und über die eigenen Unzulänglichkeiten lachen zu können ist eine Tugend. Mit sich selbst im Reinen zu sein gibt Widerstandskraft. Geliehene Verzierung fliegt schnell. Humor besiegt Beschämung.

Frieden mit Makeln zu schließen ist Reife. Hänge nicht an vorübergehender Verzierung. Selbstvertrauen macht Spott unwirksam.