Der Jäger und der Reiter
Ein Fußgänger-Jäger trug einen großen Hasen, den er im Wald geschossen hatte, auf seinem Rücken und ging zu seinem Haus. Ein Reiter, der auf einem schnellen Pferd kam, hielt unterwegs neben dem Jäger an. Der Reiter sagte: "Mein Freund, gib mir den Hasen, lass mich ihn in meine Tasche stecken; du steigst auch hinter mir auf, lass mich dich zu deinem Haus bringen." Der Jäger reichte dem Reiter den Hasen; sobald der Reiter den Hasen jedoch nahm, spornte er sein Pferd an und ritt schnell davon, sodass der Jäger zu Fuß zurückblieb.
Sofort auf die hilfsbereit aussehenden Versprechungen von Personen hereinzufallen, die man nicht kennt, und den konkreten Gewinn in der Hand zu übergeben, ist eine große Unvorsichtigkeit. Schnell zu glauben und ohne Nachforschung zu vertrauen endet in Verlust. Schicke Worte und Versprechungen von Erleichterung können böse Absichten dahinter tragen. Den Wert in der Hand zu bewahren ist besser, als ihn der Barmherzigkeit eines anderen zu überlassen.
Vertraue nicht den schicken Versprechungen von Fremden und übergib nicht, was du hast. Schickes Versprechen lässt dich verlieren, was du hast. Einem Fremden zu vertrauen ist Unvorsichtigkeit. Versprechen von Erleichterung kann Täuschung sein.
Den Gewinn in der Hand zu schützen ist unerlässlich. Naiv zu glauben verursacht Schaden. Wer Vorsichtsmaßnahmen nicht aufgibt, wird nicht getäuscht.