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Der Jagdhund

Niveau B1 · 213 Wörter

Der Jagdhund

Ein treuer Jagdhund, der in seinen Jugendjahren schnell und mutig war, hatte seinem Herrn unzählige Beuten eingebracht. Als die Jahre vergingen und er alterte, fing der Hund eines Tages im Wald ein riesiges Wildschwein am Ohr. Als jedoch seine vom Alter faulenden Zähne das Ohr des Schweins nicht halten konnten und abrutschten, entkam die Beute seinen Griffen. Als der Jäger hinter der entkommenen Beute wütend wurde, versuchte er, seinen alten Hund zu schelten und zu schlagen.

Der alte Hund sagte zu seinem Herrn: "Herr, sei mir nicht böse; mein Geist und meine Absicht waren wieder, die Beute zu halten, aber mein alternder Körper und meine Zähne haben ihre Kraft verloren, erinnere dich an mich durch meine vergangenen Dienste." Wenn Menschen alt werden und an Kraft verlieren, sollten die großen Dienste und die Treue, die sie in der Vergangenheit gezeigt haben, nicht vergessen werden. Das Abnutzen des Körpers und das Alter sind ein natürlicher Prozess; den Alten Unrecht zu tun und Untreue zu zeigen, ist schändlich. Die Treue und die Arbeit der Vergangenheit nach der Hilflosigkeit des Alters zu beurteilen, ist eine große Untreue.

Vergangene Dienste sollten wegen der Schwäche im Alter nicht vergessen werden. Treue zu Versprechen gilt auch im Alter. Der Körper altert, aber die Treue bleibt. Respekt vor vergangener Arbeit ist wesentlich.

Den Alten zu schelten ist Untreue. Jugendliche Kraft ist vergänglich. Treuer Dienst wird nicht vergessen.