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Der Hund und die Schmiede

Niveau B1 · 276 Wörter

Der Hund und die Schmiede

In einem hübschen Dorf am Fuße nebliger Berge gab es eine alte Schmiede, in der heiße Feuer brannten. In diesem Laden lebten Meisterschmiede, die Tag und Nacht Eisen schmiedeten, und ihr niedlicher Hund Karabas. Während die Meisterschmiede mit ihren schwieligen Händen schwere Hämmer schlugen, erfüllte ein großer Lärm den Raum. Der niedliche Karabas jedoch schlief fest in seiner Ecke, ohne sich um den Klang dieser Hämmer zu kümmern. Dass der Hund selbst in den schwersten Arbeitsmomenten in tiefen Schlaf fiel, erstaunte alle.

Als die Sonne ganz oben am Himmel stand, wurden die Schmiede müde und legten ihre Hämmer beiseite. Der Meisterschmied holte langsam frisches Brot und leckeres Fleisch von der Werkbank hervor. Karabas, der bis zu diesem Moment regungslos lag, öffnete seine Augen, sobald er das Geräusch der Teller hörte. Plötzlich sprang er von seinem Platz auf, wedelte vor Freude mit dem Schwanz und begann sich fröhlich um den Tisch zu drehen. Einer der Schmiede sah den Hund mit Erstaunen an, schüttelte den Kopf und lächelte.

"Du schläfst tief und fest, während schwere Hammerschläge hallen, Karabas", sagte der Meisterschmied. Aber wenn du hörst, dass der Tisch gedeckt ist, wirst du plötzlich zum wachsamsten Hund der Welt. Karabas wurde nur lebendig, wenn er Essen roch, und wenn die Arbeitszeit kam, zog er sich wieder in seine Ecke zurück. Als die Schmiede diese schlaues Verhalten des Hundes sahen, lachten sie und wunderten sich über seine Faulheit. Dieser Hund, der beim Arbeiten nicht aus dem Schlaf erwachte, verpasste keine Gelegenheit, wenn Essen geteilt wurde. Am Ende verstanden die Meister vollkommen, dass der Hund sich nur anstrengte, wenn es seinem eigenen Interesse diente.

Diejenigen, die Komfort genießen wollen, ohne Mühe zu investieren, können niemals echten Respekt gewinnen. Ohne Fleiß kein Preis.