Alle Geschichten

Der Hund beim Festmahl

Niveau B1 · 227 Wörter

Der Hund beim Festmahl

Ein glücklicher Hund, der in einem reichen Herrenhaus lebte, lud seinen Freund auf der Straße zum Abendessen ein, nachdem er erfahren hatte, dass am Abend ein großes Festmahl gegeben würde. Als die Zeit des Festmahls kam, sah der Straßenhund, der sich in die Küche schlich, köstliches Fleisch auf den Tischen und geriet außer sich vor Appetit. Der wütende Koch, der den uneingeladenen Hund bemerkte, der mit dem Schwanz wedelnd durch die Küche schwebte, packte ihn jedoch sofort am Bein. Der Koch hob den Straßenhund in die Luft und warf ihn aus dem Fenster auf die Straße; der Hund stürzte vor Schmerz zu Boden.

Als andere Hunde auf der Straße fröhlich fragten: "Wie war das Festmahl, hast du viel gegessen?", sagte der geschlagene Hund: "Ich habe so viel getrunken, dass ich nicht einmal mehr weiß, wo ich hingetreten und hinausgegangen bin." Wer versucht, uneingeladen und unverdient in Versammlungen einzutreten, erleidet großen Schaden und Beschämung. Wer seinen Platz nicht kennt und versucht, im Vertrauen auf die Macht eines anderen zu schmausen, zahlt schwere Preise. Wer ohne Erlaubnis ein Auge auf das Haus und den Tisch eines anderen wirft, wird beschämt und auf die Straße geworfen.

Wer uneingeladen geht, erleidet Strafe. Wer ohne Erlaubnis eintritt, wird geschlagen. Wer seinen Platz nicht kennt, wird beschämt. Wer ein Auge auf den Tisch eines anderen wirft, bleibt hungrig.

Ein uneingeladener Gast wird aus der Tür geworfen. Wer seinem Glück vertraut, findet Unheil. Seinen Platz zu kennen ist die größte Tugend.