Der Hirte und das Meer
Es war einmal ein fröhlicher Hirte in einem kleinen Dorf am blauen Meer. Jeden Tag führte er seine Schafe über die grünen Hügel und schaute aufs Meer. Das blaue Wasser sah immer sehr ruhig und sehr schön aus. Der Wind wehte sanft und die Wellen berührten langsam das Ufer. Der Hirte bewunderte dieses friedliche Meer jeden Tag.
Eines Tages beschloss er, Seemann zu werden und reich zu sein. Er verkaufte alle seine Schafe und kaufte süße, leckere Datteln. Er lud die Datteln auf ein großes Schiff und fuhr aufs Meer.
Doch plötzlich bedeckten schwarze und schreckliche Wolken den Himmel. Ein starker Sturm kam und riesige Wellen schüttelten das Schiff. Der Hirte hatte große Angst vor dem Ertrinken und entschied sofort. Er warf alle Dattelsäcke ins Meer und rettete so sein Leben. Sein Schiff wurde leichter und er kam nur mit Mühe an Land.
Später ging der Hirte am Ufer und schaute lange aufs Meer. Das Meer sah an jenem Tag wieder sehr still und tiefblau aus. Ein Reisender auf dem Weg sagte: „Wie ruhig das Meer heute ist!“ Der Hirte lächelte und antwortete dem Mann sehr vorsichtig. „Das Meer sieht ruhig aus, denn es will wieder süße Datteln!“, sagte er.
Wir dürfen dem Schein nicht trauen und keine großen Risiken eingehen. Vor stillem Wasser muss man sich hüten.