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Der Hirte, der ein Kalb verlor

Niveau A1 · 158 Wörter

Der Hirte, der ein Kalb verlor

Ein Hirte weidet seine Herde auf einer grünen Bergwiese. Plötzlich fehlt das kleine Kalb in der Herde. Der Hirte sucht das Kalb im Wald. Er schaut zwischen die Büsche und hinter die Felsen. Aber er findet das Kalb nirgendwo. Traurig hebt er die Hände zum Himmel und betet. "Finde ich den Dieb, dann opfere ich dir eine Ziege", sagt er.

Der Hirte geht tiefer in den Wald. Hinter den dichten Bäumen kommt er auf eine Lichtung. Dort frisst ein riesiger Löwe das kleine Kalb. Der Löwe brüllt laut und schaut den Hirten an. Der Hirte zittert vor Angst.

Voller Panik geht der Hirte langsam zurück. "Oh mein Gott, eben verspreche ich eine Ziege für den Dieb", sagt er. "Rette mich jetzt vor diesem Löwen, dann opfere ich dir einen großen Stier!", ruft er. Der Hirte rennt den Berg hinunter und schaut nicht zurück. Nur knapp rettet er sein Leben.

Wünsche ohne Nachdenken bringen große Gefahren.

Der Mensch denkt, Gott lenkt.