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Der Hausherr und die Seeleute

Niveau B1 · 197 Wörter

Der Hausherr und die Seeleute

Ein Hausherr nahm Seeleute, die vor einem aus dem Hafen kommenden Sturm flohen, großzügig in seinem Haus auf. Die Seeleute erzählten die ganze Nacht hindurch schreckliche Geschichten von riesigen Wellen auf offener See und sinkenden Schiffen. Der Hausherr war von den erzählten furchterregenden Geschichten so beeindruckt, dass er nach dem Fortgehen der Seeleute in seinem Haus zu zittern begann. Als sich die Vorhänge bei einem leichten Wind am Fenster bewegten, rief der Mann: "Der Sturm auf der See ist hierher gekommen!" und floh schreiend aus dem Haus.

Übermäßig auf von anderen erlebte übertriebene Angst- und Gefahrengeschichten zu hören, macht eine Person selbst in ihrem eigenen sicheren Heim unruhig. Die Katastrophenerfahrungen anderer in das eigene Leben zu tragen und Wahnvorstellungen zu haben, stört den Frieden. Mit den Ängsten anderer zu panikieren, während man in einer sicheren Umgebung lebt, ist Torheit. Es ist unerlässlich, zwischen realer Gefahr und Wahnvorstellung zu unterscheiden.

Werde in deinem eigenen Heim durch die Angstgeschichten anderer nicht unruhig. Wahnvorstellung erschreckt eine Person in Sicherheit. Lass die Angst anderer dir keine Last sein. Einen leichten Wind für einen Sturm zu halten ist Wahnvorstellung.

In einem sicheren Heim gerät man nicht in Panik. Hörensagen-Angst stört den Frieden. Ruhig zu bleiben schützt den Verstand.