Der Fuchs mit dem brennenden Schwanz
Vor langer Zeit lebte ein schlaues Füchschen, das ständig die Ernte eines Bauern beschädigte. Der Bauer wurde sehr wütend auf den Fuchs und stellte eine Falle auf dem Feld auf, um ihn zu fangen. Als der Bauer den schlauen Fuchs in der Falle fing, wollte er ihm eine harte Strafe erteilen. Der Bauer band Büsche an den Schwanz des Fuchses, zündete sie an und ließ ihn frei.
Vor Schmerzen brennend lief der verängstigte Fuchs los und stürzte sich in das eigene Weizenfeld des Bauern. Die Flammen am Schwanz des Fuchses entzündeten sofort den getrockneten Weizen auf dem Feld. Die gesamte harte Arbeit und die Ernte des Bauern verwandelten sich vor seinen Augen in Asche. Der Bauer, der aus Wut handelte, erkannte, dass die von ihm verhängte Strafe seinen eigenen Ruin herbeiführte.
Wer in Wut aufsteht, setzt sich mit Verlust nieder. Taten, die aus Wut begangen werden, enden in Reue. Scharfer Essig beschädigt sein eigenes Gefäß. Wut ist süßer als Honig, aber ihr Ende ist bitter. Rachegelüst macht den Menschen blind. Wer mit Zorn aufsteht, setzt sich mit Gier nieder.
Wer unvernünftige Strafen verhängt, schadet sich selbst. Wer handelt, ohne zu denken, bereut es. Wut ist der Feind der Vernunft. Geduld besiegt Wut. Wer ruhig bleibt, gewinnt.