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Der Frosch und die Maus

Niveau B1 · 197 Wörter

Der Frosch und die Maus

Ein verräterischer Frosch bot der Maus, mit der er sich angefreundet hatte, an, ans gegenüberliegende Ufer des Sees zu überqueren. Der Frosch band den Fuß der Maus mit einer Schnur fest an seinen eigenen Fuß und sagte: "Lasst uns unterwegs nicht trennen." In die Mitte des Sees kommend tauchte der Frosch bösartig auf den Grund und versuchte, die Maus im Wasser zu ertränken. Während die Maus an der Wasseroberfläche kämpfte, sah ein oben vorbeifliegender Milan den kämpfenden Frosch, glitt herab, ergriff sowohl den Frosch als auch die mit der Schnur gebundene Maus und trug sie in sein Nest.

Wer anderen Fallen stellt, bindet sich auch mit den Schnüren jener Falle und fällt in die Grube, die er gegraben hat. Betrug und Verrat ziehen nicht nur das Opfer, sondern auch den Entwerfer des Betrugs ins Unheil. Mit bösen Absichten gemachte Pläne führen zur Zerstörung beider Seiten durch eine dritte Macht. Verrat trägt seine eigene Strafe in sich selbst.

Eine für das Böse gestellte Falle fängt denjenigen, der sie gestellt hat, zusammen mit ihr. In die Grube, die du gräbst, fällst du selbst. Verrat fängt den Betrügerischen. Wer einen anderen ertränken will, ertrinkt selbst.

Böse Absicht bringt Unheil. Wer eine Falle stellt, verwickelt sich in der Schnur. Betrug trifft seinen Besitzer.