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Der Fischer und der Tintenfisch

Niveau B1 · 278 Wörter

Der Fischer und der Tintenfisch

Es war einmal an der Küste tiefblauer Meere ein sehr hübsches Fischerdorf. In diesem Dorf lebte friedlich ein alter Fischer mit einem Herzen voller Liebe. Jeden Morgen früh fuhr er mit seinem kleinen Holzboot aufs Meer hinaus und suchte sein Glück im Wind. An einem weiteren so sonnigen Tag ließ er seine Angel sanft in die tiefen, kühlen Wasser hinab. Das Meer war heute sehr ruhig, doch seine Angel wurde plötzlich schwer und wurde schnell gezogen.

Als der alte Fischer seine Netze mit großer Aufregung zog, öffneten sich seine Augen vor Erstaunen weit. Am Ende der Angel stand ein riesiger achtarmiger Oktopus mit klugen Augen. Der Oktopus sprach wie ein Mensch und sagte: "Bitte lass mich frei, alter Fischer." "Wenn du mein Leben verschonst, zeige ich dir den Ort der süßesten Schätze unter dem Meer." Der Fischer übers Herz brachte es nicht über sich, diesem klugen Geschöpf zu schaden, und ließ es sanft ins kühle Wasser zurück. Bevor er in die Tiefe tauchte, flüsterte der Oktopus: "Komm morgen neben die schaumigen Felsen."

Am nächsten Tag, als der Fischer an den besagten Ort kam, begrüßte ihn der Oktopus freudig. Mit seinen Armen zeigend wies ihm der Oktopus den geheimen Ort, wo silberne Fische schwammen. An diesem Tag füllte der Fischer sein Boot mit köstlichen Fischen, nahm aber nur so viel, wie er brauchte. Er ließ die restlichen Fische ins Meer zurück, dankte dem Oktopus und kehrte glücklich in sein Dorf zurück. Dank dieser guten Tat erlebte der Fischer nie wieder Hunger oder Not. Der kluge Oktopus und der alte Fischer wurden jahrelang die zwei engsten Freunde des Meeres.

Mitgefühl für die Natur und die Lebewesen bringt dem Menschen immer Fülle und Frieden. Wer Gutes tut, dem wird Gutes widerfahren.