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Der Esel und der Gärtner

Niveau A2 · 214 Wörter

Der Esel und der Gärtner

Vor langer Zeit arbeitete ein ungeduldiger Esel bei einem alten Gärtner. Jeden Morgen stand der Esel sehr früh auf und trug schwere Gemüsekörbe. Der Gärtner gab ihm wenig Futter, wollte aber immer mehr Arbeit. Der Esel war nie zufrieden und klagte jeden Tag über sein Leben. Endlich schaute er zum Himmel und bat den Gott um einen Herrn. Der Himmelsgott hörte seine Stimme und verkaufte ihn an einen Töpfer.

Beim neuen Herrn trug er schweren Ton statt leichtem Gemüse. Die Lasten waren so schwer, dass dem armen Esel der Rücken wehtat. „Dieser Mann ist viel schlimmer als der Gärtner!“, rief das müde Tier. Der Esel bettelte wieder und bat den Gott um einen neuen Herrn. Diesmal gab ihn der Gott einem Lederhändler. Der Gerber gab ihm mehr Arbeit und schwerere Lasten als der Töpfer.

Im Laden sah der Esel viele Tierhäute und bekam große Angst. In diesem Moment verstand er: Der Gerber tötete Tiere für ihre Häute. Er dachte an die Tage beim Gärtner und sah seinen eigenen Fehler. „Ich will zum ersten Herrn zurück, denn hier habe ich Todesangst“, sagte er. Aber nun war es zu spät und die guten Tage waren vorbei.

Der Mensch muss den Wert seiner Dinge vor dem Verlust erkennen.

Den Wert des Brunnens kennt man erst, wenn er trocken ist.