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Der Dieb und seine Mutter

Niveau A2 · 225 Wörter

Der Dieb und seine Mutter

Es war einmal, in einem hübschen Dorf voller singender Vögel, ein kleiner Junge. Eines Tages steckte der Junge in der Schule den schönen Stift von seinem Freund leise in die Tasche. Am Abend kam er nach Hause und zeigte seiner Mutter den gestohlenen Stift. Die Mutter schimpfte nicht, sie lächelte und lobte ihn. Der kleine Junge bekam dadurch Mut und war sehr froh. Die Jahre vergingen, und der Junge wurde ein starker junger Mann.

Jetzt stahl er nicht nur kleine Stifte, sondern auch Gold und teure Sachen. Die Mutter freute sich still über jeden großen Diebstahl. Aber eines Nachts fingen die Wächter den bösen Mann in einem großen Palast. Der Richter in der Stadt gab dem Dieb eine sehr harte Strafe. Alle Leute aus der Stadt und seine weinende Mutter kamen auf den Platz. Vor der Strafe wollte der junge Mann noch einmal mit seiner Mutter sprechen.

Die alte Frau ging mit Tränen in den Augen zu ihrem Sohn. Der junge Mann beugte sich zu ihrem Ohr und biss fest hinein. Die Frau schrie vor Schmerz, und alle sahen die beiden erschrocken an. Der junge Mann sagte: „Du hast mich beim ersten Stift nicht gestoppt, darum stehe ich heute hier.“ Die Mutter verstand ihren großen Fehler, aber jetzt war es zu spät. Verbessere kleine Fehler früh, dann kommen später keine großen Unglücke. Man biegt den Baum, solange er jung ist.