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Der Dieb und der Wirt

Niveau B1 · 280 Wörter

Der Dieb und der Wirt

Es war einmal, am Rande eines alten Waldes, wo kühle Wasser flossen, gab es ein kleines Wirtshaus. Der fröhliche und fleißige Wirt dieses Wirtshauses bot seinen Gästen immer leckere Suppen an. An einem sonnigen Nachmittag kam ein schlauer Dieb in dieses hübsche Wirtshaus, um zu übernachten. Dem Dieb fiel der neue und teure Mantel mit Seidenstickerei am Wirt auf. Ihm kam sofort ein schlauer Plan in den Sinn, um diesen schönen Mantel zu bekommen.

Der Dieb setzte sich auf einen Holzstuhl vor die Tür des Wirtshauses und wartete. Als der Wirt zu ihm kam, begann der Dieb übertrieben zu gähnen und zu heulen. Überrascht fragte der Wirt: "Warum machst du solche seltsamen Geräusche, mein Freund?" Der schlaue Dieb holte tief Luft und antwortete mit furchterregender Stimme. "Ein sehr gefährlicher und zauberhafter Fluch liegt auf mir", sagte der Dieb. "Wenn ich dreimal hintereinander gähne, verwandle ich mich in einen wilden Wolf", fügte er hinzu. "Bisher habe ich zweimal gegähnt, und das dritte Mal kommt gleich", sagte er.

Als der Dieb erneut gähnte und wie ein Wolf heulte, erfüllte sich das Herz des Wirtes mit Angst. Entsetzt begann der Wirt sofort nach drinnen zu laufen, um sein Leben zu retten. Beim Laufen merkte er gar nicht, dass er den wertvollen Mantel auf den Boden fallen ließ. Der schlaue Dieb hob den Mantel sofort vom Boden auf und verschwand mit schnellen Schritten in den Tiefen des Waldes. Als der Wirt die Tür abschloss und nach draußen sah, konnte er weder den Wolf noch seinen wertvollen Mantel sehen. Als der Wirt merkte, dass er getäuscht worden war, bereute er zutiefst, naiv jedes Wort geglaubt zu haben.

Menschen, die leicht auf falsche Worte hereinfallen, verlieren schnell die wertvollen Dinge in ihren Händen. Lügen haben kurze Beine.