Der Dieb und der Maulbeerbaum
Vor langer Zeit lebte ein böser Dieb in einem fernen Dorf. Eines Tages stahl er den Dorfleuten wertvolle Sachen und floh. Die wütenden Dorfleute nahmen Laternen und liefen ihm sofort nach. Der Dieb rannte zu einem tiefen und dunklen Wald. Die Nacht war sehr dunkel und die Waldwege waren gefährlich. Plötzlich stand ein wilder Wolf vor ihm im Wald.
Vor Angst zitternd kletterte der Mann auf einen großen Maulbeerbaum. Er versteckte sich in den hohen Ästen, bis der Wolf ging. Endlich atmete er ruhig, doch dann sah er eine riesige Schlange. Die Schlange sah ihn mit kalten Augen an und zischte. Der böse Mann blieb im Baum und war ganz hilflos. Er sagte zu sich: „Ich muss sofort von diesem gefährlichen Ort weg.“
Aus Angst vor der Schlange sprang er schnell vom Baum. Aber er fiel in den schnellen Fluss unter dem Baum. Starke Wellen zogen den Dieb fort und er verschwand. Er floh vor den Dorfleuten, doch die Natur bestrafte ihn. Am Ende bezahlte er allein für alle seine bösen Taten. Böse Taten und Unrecht führen den Menschen immer ins Unglück. Wer Wind sät, wird Sturm ernten.