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Das Wiesel und die Mäuse

Niveau B2 · 296 Wörter

Das Wiesel und die Mäuse

Es war einmal am Rand eines alten Waldes, wo kühle Wasser flossen, eine fröhliche Gemeinschaft von Mäusen. Diese kleinen Nagetiere hatten sich neben den Weizenfeldern ein sicheres Zuhause gebaut. Doch die schlauen und flinken Wiesel, die ihre Nachbarn waren, störten ihren Frieden bei jeder Gelegenheit. Wegen der Überfälle, die die Wiesel oft unternahmen, mussten die Mäuse ständig fliehen. Die alten Mitglieder der Gemeinschaft dachten, dass für diese Lage endlich ein Mittel gefunden werden musste. Eines Nachts versammelten sich die Mäuse in einer tiefen Höhle und besprachen den Grund ihrer Niederlagen sehr lange. Eine von ihnen rief: „In unserem Heer fehlen Disziplin und kundige Befehlshaber.“

Dieser Gedanke wurde von allen mit großer Begeisterung angenommen, und sofort wurde eine Wahl abgehalten. Die drei Mäuse, die am mutigsten und am größten aussahen, wurden zu Generälen gewählt, um das Heer zu führen. Die neuen Generäle wollten anders als die anderen Mäuse aussehen und stattlich dastehen. Sie bereiteten sich riesige Hüte aus Stroh und prunkvolle Kronen mit langen Federn vor. Die Befehlshaber, die stolz ihre Brust schwellten, begannen mit dem gewaltigen Schmuck auf ihren Köpfen zu prahlen. Wenige Tage später brachen die schlauen Wiesel die Stille im Wald und griffen erneut an. Obwohl das Heer der Mäuse mutig vorstürmte, hielt es der Kraft der Wiesel wieder nicht stand.

Die kleinen Mäuse, die geschlagen wurden, begannen sofort schnell zu ihren ganz engen Löchern zu fliehen. Die gewöhnlichen Mäuse schafften es mit ihren winzigen Körpern leicht, durch die schmalen Felsspalten hineinzukommen. Doch die Generäle, die riesige Hüte auf dem Kopf trugen, blieben am Eingang der Nester stecken. Die hochmütigen Befehlshaber, die ihre prunkvollen Kronen gar nicht durch die Löcher bekamen, schafften die Flucht nicht. Die schlauen Wiesel fingen diese eingebildeten Generäle, die an der Tür geblieben waren, leicht und machten sie unschädlich. Unnötiger Stolz und die Lust auf Prunk werden in schweren Zeiten zum größten Unglück des Menschen. Ein großer Kopf hat große Sorgen.