Das Maultier
Ein Maultier, das mit reichlich Gerste gefüttert wurde, fühlte sich sehr stark und schnell und lief voller Begeisterung auf den Wiesen. Das Maultier prahlte: "Mein Vater ist ein schnelles und edles Rennpferd, und ich bin genauso schnell und edel wie er." Während das Maultier mit kopfloser Geschwindigkeit weiterlief, wurde es nach einer Weile müde, außer Atem und wurde langsamer. Erschöpft, als seine Kraft nachließ, erinnerte sich das Maultier daran, dass sein wahrer Vater kein schnelles Pferd war, sondern ein bescheidener Esel, der schwere Lasten trug.
Als das Maultier in einen vorübergehenden Stolz geriet und sich an seine wahre Abstammung erinnerte, hörte es auf, anmaßend zu sein, und beugte den Kopf. Egal wie hoch ein Mensch steigt, er sollte seine Wurzeln und seine wahre Identität nicht vergessen und nicht dem falschen Stolz erliegen. Vorübergehende Erfolge und Möglichkeiten sollten den Menschen nicht blenden; sie sollten nicht verhindern, seine Abstammung und Realität zu akzeptieren. Wer seine Herkunft leugnet, erleidet große Beschämung, wenn er in harten Zeiten mit den Realitäten konfrontiert wird.
Der Mensch sollte seine Herkunft nicht vergessen und muss die Realität akzeptieren. Wer seine Herkunft leugnet, wird beschämt. Falscher Stolz erlischt schnell. Vorübergehende Kraft sollte das Auge nicht blenden.
Realitäten kommen in harten Momenten ans Licht. Wer seine Wurzel vergisst, verliert seinen Weg. Der Bescheidene erleidet keine Beschämung.