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Das Gelübde des Wanderers

Niveau A2 · 167 Wörter

Das Gelübde des Wanderers

Es war einmal ein armer, aber sehr schlauer Wanderer. An einem heißen Sommertag machte sich der Mann auf einen langen Weg. Unterwegs ging sein Essen aus und er wurde sehr hungrig. Auf der Straße betete er zu Hermes, dem Schützer der Wanderer. "Wenn ich Essen finde, gebe ich dir die Hälfte", sagte er. Nach einer Weile sah er einen großen Beutel am Wegrand.

Er öffnete den Beutel sofort und fand viele Mandeln und Datteln. Der Wanderer setzte sich froh hin und aß alles sehr schnell. Die Mandelschalen und die Dattelkerne legte er zur Seite. Als er satt war, ging er zur Statue von Hermes. Langsam legte er die Schalen und die Kerne vor die Statue. "Sieh, nun halte ich mein Versprechen", flüsterte er.

"Ich gebe dir das Äußere und das Innere meines Fundes." "Das weiche Obst aß ich, die Schalen und Kerne sind dein." Der schlaue Wanderer ging froh weiter und glaubte fest an seinen Trick. Doch dieser Trick brachte ihm keinen echten Reichtum. Versprechen mit List zu halten nützt niemandem. Lügen haben kurze Beine.